Katalonien

Einst über der Grenze vielen mir gleich zwei Dinge auf. Erstens: Die Leute hier in Spanien sind viel offener, freundlicher, hilfsbereiter und interessierter. Zweitens: So erfreulich dies ist, ich spreche leider kein Spanisch. Landschaftlich startete es ganz nach meinem Gefallen. Ich fand eine nette Gravelroad durch den Parc Natural del Cap Creus, wo viele Kaktusse die Landschaft prägten.

Nac einer langen Abfahrt traf ich in Rosas ein. Während ich durch das Stadtzentrum irrte, wurde ich von Anja eingeladen. Ich übernachtete zwei Nächte auf ihrem Boot und sie beschloss währenddessen, dass sie mich ein Stück begleiten werde. Leider war dieses Unternehmen dann jedoch kürzer als geplant, denn ihr Campingequipment war nicht für feuchte, kühle Nächte des Dezembers ausgelegt.

Die Costa Brava verdankt ihren Namen den stark zerklüfteten Felsmassiven, die von den parallel zur Küste verlaufenden Gebirgszügen steil zum Meer hin abfallen. Zwischen den Kaps liegen malerische Fischerdörfer, kleine Strände und Buchten. Zwar soll die Costa Brava noch vom Massentourismus verschont sein, doch je näher ich mich Barcelona näherte desto dichter und grösser wurden die Hotelkomplexe. Und auch wenn alles leer stand konnte ich mich mit der Küste nicht wirklich anfreunden. Dies lag möglicherweise aber auch daran, dass das Wetter ziemlich nass war und ich nicht viele Kilometer pro Tag zurücklegte.

Bevor ich mich in die Grossstadt traute machte ich einen kurzen Abstecher nach Monsterrat. Das Kloster hier ist nach Santiago das zweitwichtigste Pilgerzentrum von Spanien. Ich war nicht deswegen hier. Denn Montserrat ist auch ein spektakuläres 1236 Meter hohes Gebirge mit kuriosen runden Felssäulen. Aus meiner geplanten fünfstündigen Wanderung wurde dann allerdings nichts. Montserrat liegt zwar nur etwa 50 Kilometer im Inland, doch reicht dies im Dezember, dass die Temperaturen in der Nacht auf null Grad fallen. Die Sonne zeigte sich erst um zehn Uhr und ich war später aufgetaut als erwartet. Ich nahm also die Abkürzung und lies mich mit der Gondel und der Standseilbahn bis zur Sant Joan Kapelle chauffieren und startete dort meine Wanderung auf den Sant Jeroni. Es bleibt zu sagen: Der Abstecher weg von der Küste hat sich im vollen und ganzen ausbezahlt. Die Bergkette war definitiv das Highlight meiner bisherigen Spanienreise.

In Barcelona traf ich erneut auf meine schwedischen Freunde. Carolina war leider krank und so verbrachte ich mit Per einen gemütlichen Nachmittag. Er zeigte mir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Barcelona und wir taten was Tourenfahrer so tun wen sie sich treffen, nämlich viel Essen und Kaffee trinken. Barcelona ist nicht die übelste Grossstadt welche ich besucht habe. Besonders die engen Gassen auf welche tausende von Balkone hinausragen, werden mir als sehr hübsch in Erinnerung bleiben.

Da es zurzeit noch etwas zu kühl ist um durch Spaniens Hinterland zu fahren und ich mir noch ein langer Abschnitt entlang der Küste bevorsteht, entschied ich mich einen kleinen Abstecher nach Mallorca zu machen. Die Fähre fuhr abends um 11 und war trotz Weihnachtsferien hauptsächlich von Lastwagen belegt, was mich sehr zuversichtlich auf meinen Besuch stimmte.

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