Manapouri – Balclutha

Ich bin am Meer. Auf Strecke bis zum Südpazifik hatte ich unglaublichen Rückenwind und kam viel schneller vorwärts als ursprünglich geplant. Unterwegs trank ich auf Tipp von meinem LonelyPlanet einen Bananen-Milchshake. Naja ich war nicht der gleichen Meinung wie der Reiseführer. Der Drink extrem künstlich, viel zu süss (sogar für mich) und zu dickflüssig. Aber im kleinen Kaffee traf ich ein Reisepärchen mit Kind, welche den gleichen Campingplatz wie ich ins Auge fassten. Sie versprachen mir, dass am Abend ein Lagerfeuer auf mich warten würde. Bevor ich mich dann ans Feuer setzte schwamm ich noch zur Monkey Island. Es war der ganze Tag knapp 30 Grad und so war ein Bad bitter nötig. Am Abend erfuhr ich dann, dass ihr Kind doch tatsächlich den Zweitnamen „Snaefellsnes“, nach der Halbinsel in Island, trägt. Kann man machen 🙂

Das Wetter für die nächsten Tage sah katastrophal aus. Ich fuhr deshalb in die grösste Stadt auf der Südinsel, nach Invercargill. Gesehen von der Stadt habe ich dann doch nichts. Es war bewölkt am nächsten Morgen. Ich packte ich die Gelegenheit und düste nach Bluff. Die Ortschaft liegt etwa 30km südlich von Invercargill an der Südspitze von Neuseeland.

Auch am darauf folgenden Tag war es früh morgens nur bewölkt. Ich belud mein Velo und fuhr los. Im Nachhinein hätte ich wohl besser noch einen Tag in Invercargill verbracht. Es begann kurz nach Abfahrt zu regnen und das Wetter blieb dabei. Als ich mich in einem kleinen Restaurant in Fortrose aufwärmen und besseres Wetter abwarten wollte, lud mich eine sechsfache Urgrossmutter spontan zu ihr nach Hause ein. Ich verbrachte einem Abend vor dem Fernseher, hatte ein beheizbares Bett und bekam Eier & Toast zum Frühstück serviert. Damit war meine Stimmung gerettet.

Die letzten Tage fuhr ich auf der Southern Scenic Route durch die Catlins. Dies ist ein hügeliges Gebiet im Südosten der Südinsel mit Regenwald, vielen Wasserfällen und malerischer Küstenlandschaft. Ich konnte zudem Albatrosse, Seekühe und Seehunde beobachten. Es ist ganz klar ein Highlight auf meiner bisherigen Tour. Das Wetter allerdings spielte verrückt. Nach 30 Minuten Regenschauer hatte ich wieder blauen Himmel und gefühlte 25 Grad, sodass ich meine Regenklamotten ausziehen musste. Selbstverständlich regnete es danach kurze Zeit später wieder. Immerhin hatte ich den Wind immer im Rücken.

Für die nächsten Tage sieht das Wetter besser aus. Ich fahre in Richtung Dunedin. Ob ich die Stadt noch ein zweites Mal besuchen werde, zeigt sich noch. Mein Ziel ist der Otago Central Rail Trail.

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