Loch Lomond & Isle of Arran

An einem wunderschönen Nachmittag, es zudem praktisch windstill, nahm ich die Fähre von Shetland zurück an die Nordküste Schottlands. Von hier gab es zwei Optionen für die Weiterfahrt. Entlang der North Coast 500 an der Küste oder auf dem Veloweg durch die Mitte. Ich entschied ich mich für die Hauptstrasse, da ich meinem Tretlager nicht mehr so ganz vertraute. Die NC500 wird als die schottische Route 66 beworben und war an der Westküste definitiv sehenswert gewesen. Die Ostküste bot dann allerdings keine grossen Überraschungen, doch es war sonnig und die grünen Hügel und das blaue Meer leuchteten mir kräftig entgegen.

Die Nacht in Inverness verbrachte ich mal wieder bei jemandem von der Warmshower-Plattform. In der Stadt liess ich mein Velo pflegen und besorgte mir wärmere Socken und eine Thermosflasche. Dann ging es zurück in die schottische Abgeschiedenheit. Zurück auf eine Dirtroad im Cairngorms Nationalparkt. Auch der zweite Besuch im Park war trotz des vielen Schiebens durch sumpfiges Gebiet ein Highlight der Tour durch Grossbritannien. Und ich hatte endlich Rückenwind.

Die Strecke führte mich zurück nach Pitlochry und ich konnte ein zweites Mal im Hostel mitarbeiten. Diesmal blieb ich drei Nächte und kochten uns jeden Abend Pizza.  Danach fuhr ich weiter in den Loch Lomond & Trossachs Nationalpark. Das Wetter spielte leider nicht wie gewünscht mit. Die Wanderung auf den Ben Lomond nahm ich aufgrund der Wolkenlage schon gar nicht in Angriff und auch die Fahrt entlang des zweit berühmtesten Sees in Schottland war eher eine Geduldsprobe als ein Genuss. Es regnete in Strömen und man sah rein gar nichts.

Das letzte Ziel in Schottland war die Isle of Arran. Sie wird gelegentlich als Miniaturausgabe Schottlands bezeichnet und ist ein beliebtes Wandergebiet. Eine tolle kleine Insel. Endlich sah ich mal die Hirsche, welche mich nächtelang mit ihrem Geschrei wach hielten. Aber auch hier war das Wetter übel und zudem besuchte mich der Sturm Ophelia. Ich gab der Wanderung auf den höchsten Gipfel trotzdem eine Chance, brach sie dann aber ab. Die Windböen stellten sich als Enttäuschung heraus und ich bin mir sicher, dass wir auf Shetland ähnliche Verhältnisse hatten. Anyway ich genoss es dafür, mal wieder in einem warmen Bett zu schlafen.

Trotzdem war scheinbar die Zeit gekommen, weiter zu ziehen und ich nahm nach 3.5 grossartigen Monaten Schottland den Zug in den Lake District.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s